Einführung:

 

Tür, die

ein trennendes oder verbindendes Element zwischen Räumen und/oder Bereichen

 

Leiden, das

alle vom Begriff des Schmerzes nicht erfassten Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, die über ein schlichtes Unbehagen hinausgehen und eine nicht ganz unwesentliche Zeitspanne fortdauern

 

Trifft man auf eine Türe, so möchte man diese benutzen. Man möchte sie öffnen, hindurchgehen und man möchte sie wieder verschließen. Ein Gebäude wird betreten, ein Raum wird gewechselt. Hinaus in die Freiheit, oder hinein ins Warme.

Eine Tür wird erschaffen, um benutzt zu werden. Was, wenn man ihr diesen Zweck verwehrt? Würde sie sich doch so gerne öffnen, um zeigen zu können, was hinter ihr verborgen liegt. Sie kann sich ihrem Schicksal nicht widersetzen, sondern lediglich versuchen, ihr Leiden zum Ausdruck zu bringen.

 

Zu Beginn soll sich der Rezipient der Bilder beim Betrachten die Zeit nehmen und sich die Frage stellen, was er sieht.

Gedankenanstoß:

 

Mimik, die

Mienenspiel, Wechsel im Ausdruck des Gesichts und in den Gebärden als Nachahmung fremden oder als Ausdruck eigenen Erlebens

 

Die Mimik ist ein äußerst komplexes Ausdrucksmittel; so gibt es mehrere tausend Variationen des menschlichen Gesichtsausdrucks.

 

Je nachdem was man zu erkennen glaubte, scheinen die ersten drei Bilder der Serie kaum einen Unterschied aufzuweisen. Wenn man jedoch ein einziges Mal auf ein entscheidendes Detail hingewiesen wird, so verhält es sich wohl wie mit so mancher optischen Täuschung – man sieht es ab dem Zeitpunkt immer.

 

Die Fotografien zeigen allesamt den Hauptzugang zur Archäologischen Staatsammlung in München. Aufgenommen wurden sie im Sommer 2017.

-Galerie-

 

Introduction:

 

door [dɔː]

a separating or uniting element between rooms and/or spaces

 

suffering [ˈsʌf(ə)rɪŋ]

any kind of impairment of a person's well-being which is not covered under the concept of pain, constitutes more than just a simple feeling of unease and persists for a significant period of time

 

Encountering a door you may want to use it. You want to open it, cross the threshold and close it again. A building is entered, a room is changed. Stepping out into freedom or coming into the warmth.

A door is created in order to be used. What if you deny it that purpose? Even though there is nothing that it would like to do more than to open and to show what is concealed behind. It cannot change its fate but it can attempt to express its suffering.

 

To begin with, the recipients should take the time to observe the photographs and ask themselves what they see.

Food for thought:

 

Facial expression [ˈfeɪʃ(ə)l ɪkˈsprɛʃ(ə)n]

Change of expression of the face in order to mimic experiences of others or in order to express one's own experience

 

Facial expressions are a highly complex means of expressing oneself; there are several thousand variations of human facial expressions.

 

Depending on what you believe to have observed, the first three pictures of the photo series seem to hardly exhibit any difference. If someone, however, points out a decisive detail just one single time, this whole exercise starts to resemble an optical illusion in one respect: on revisiting the series, you will always see the detail from that point on.

 

All photographs show the main entrance of the Archaeological Collection of the Bavarian State in Munich. They were taken in the summer of 2017.

 

-Gallery-